Earn-out:
Entwicklung eines
innovativen Vertragsmodells für IT-Projekte
aus der Sicht eines IT-Dienstleisters


zur Erlangung des Grades

Diplominformatiker (FH)

im Fachbereich Wirtschaftsinformatik
an der Fachhochschule Furtwangen

vorgelegt von:

Michael Bader
Matrikelnr. 920220

bei:

FH-Furtwangen: Prof. Dr. Thomas Marx
T-Systems: Dipl. Infor. Wiss, Dipl. Ing. (FH) Dietmar Mogwitz

Weingarten, den 29. März 2004


Benotung: 1,1


Abstract

Earn-out bezeichnet ein Vertragsmodell, das bei Mergers & Acquisitions recht häufig zur Anwendung kommt und dort eine gestaffelte Auszahlung des Verkaufspreises regelt. Als Grundlage für diese Auszahlungen dienen Kennzahlen aller Art, die den Erfolg des ge- / verkauften Unternehmens ausweisen. Auch für die IT-Branche ist eine ähnliche Vertragsbasis für Software-Projekte denkbar, denn ein neues IT-System soll Erfolg bringen und auch dieser Erfolg ist an Kenngrößen auszumachen. Allerdings ergibt sich bei näherer Betrachtung dieser Anwendung in der IT ein sehr hohes Problempotenzial. Insbesondere was die Feststellung des erreichten Nutzens und die damit verbundenen Auszahlungen an den IT-Dienstleister angeht.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat die T-Systems zusammen mit einem Kunden ein solches Vertragsmodell erarbeitet und angewandt. Die vorliegende Diplomarbeit führt zunächst an das Thema Earn-out heran und führt anschließend eine Transformation des Modells aus der Welt der Unternehmensverkäufe hin zur IT-Branche durch. Die hierbei entdeckten Problemfelder werden aufgeführt und Möglichkeiten zu deren Beseitigung geliefert. Anschließend werden unterschiedliche Varianten für eine Anwendung eines Earn-out-Modells bei einem Software-Projekt erarbeitet. Abgerundet wird die Arbeit durch die Vorstellung des Modells, das die T-Systems zusammen mit ihrem Kunden erarbeitete und anwandte.

>>> Management Summary <<<

Vorwort

Als ich das erste Mal mit dem Begriff Earn-out in Berührung kam, wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte. Die erste Versuchung es als ein weiteres Modewort, für alten Wein in neuen Schläuchen abzutun, lag sehr nahe. Aber ein weiterer Blick darauf, der die Erkenntnis zu Tage brachte, dass es sich dabei nicht nur um eine leere Worthülse handelt, brachte für mich auch die Entscheidung es zum Thema meiner Diplomarbeit zu ernennen. Denn soviel vorweg: Es ist nicht nur ein neues Vertragsmodell, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten zur Lenkung von Softwareprojekten.

Die vorliegende Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der T-Systems Nova GmbH mit Sitz in Weingarten. Dort erhielt ich die Gelegenheit ganz eng am Puls des Geschehens bei der Vorbereitung und Ausarbeitung eines Earn-out-Vertrages mitzuarbeiten. Somit entwickelten sich eine Vielzahl von Diskussionen darüber, wie man welche Komponente gestallten könnte und welche Auswirkungen dies auf das Gesamtprojekt hätte. Für diese enge und motivierende Zusammenarbeit möchte ich allen voran Herrn Dietmar Mogwitz danken, der nicht nur als mein Firmenbetreuer auftrat, sondern mich auch in alle wichtigen Entscheidungen mit einbezog und dessen Rat und Vorschläge immer sehr konstruktiv und erbaulich waren.

Des Weiteren möchte ich allen eifrigen und unermüdlich kritisierenden Korrekturlesern danken. Ohne sie hätte diese Arbeit nicht die vorliegende Qualität erreichen können.

Nicht zuletzt sei mein Dank aber auch an meine Eltern gerichtet, die mir in all meinen Entscheidungen Rückendeckung boten und mich motivierend und in jeglicher Hinsicht unterstützend durch mein Studium begleiteten. Ohne sie hätte ich meinen jetzigen Weg wohl nicht eingeschlagen.

Für Interessierte, die sich ebenfalls in dieses Thema einarbeiten möchten, kann ich zum Grundeinstieg das Buch „Earn-Out-Methode als Instrument der Preisgestaltung bei Unternehmensverkäufe“ von Hans Martin Mueli, das auch in der Quellenangabe aufgeführt ist, empfehlen. Eine weitere Vertiefung, die auch explizit die IT-Seite des Themas abdeckt, habe ich bis zum heutigen Tage nicht gefunden. Einen Ansatz hierzu liefern die Artikel von Schulte-Croonenberg und Gruber, die ebenfalls als Literaturquellen aufgeführt sind. Ich hoffe, dass diese Diplomarbeit einen Beitrag zur Füllung dieser Lücke zu leisten vermag.

Michael Bader

Weingarten, den 26.03.2004

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